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Französisch-Guayana verfügt nach Angaben des französischen Instituts für Geografie und Forstinformation (IGN) über rund 8 Mio. ha Wald. Das entspricht etwa 96% der Landesfläche © 2023 Alix Millet/Shutterstock

Familienbetriebe Land und Forst

Kritik an EUDR-Sonderlösung für Französisch-Guayana

Ein Artikel von Thomas Schweighofer (für Forstverein Niederösterreich und Wien bearbeitet) | 21.10.2026 - 16:13
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Max von Elverfeldt kritisiert geplante Ausnahmen für einzelne Gebiete © Santiago Engelhardt

Französisch-Guayana weist rund 8 Mio. ha tropischen Regenwald auf. Dass eine europäische Verordnung, die Entwaldung verhindern soll, gerade für dieses Gebiet Ausnahmen vorsieht, widerspreche nach Ansicht des Verbandes dem Gleichheitsgrundsatz.

„Hier stimmt die Logik nicht“, kritisiert Max von Elverfeldt, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst. Er bemängelt, dass Länder wie Deutschland trotz fehlenden Entwaldungsrisikos mit der EUDR belastet werden, während es für das französische Überseegebiet eine Ausnahme geben soll.

Wenn Gebiete mit hohem Regenwaldanteil aus der Verordnung ausgenommen werden, müsse dieselbe Logik auch für Regionen ohne Entwaldungsrisiko gelten, fordert Elverfeldt: „Eine Verordnung, die ihr eigenes Ziel so verfehlt, muss nachgebessert werden.“

Gründe für den Verordnungsvorschlag

Die EU-Kommission hat am 10. September vorgeschlagen, Französisch-Guayana teilweise von der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) auszunehmen. Demnach sollen Produkte, die innerhalb des Überseegebiets erzeugt und verbraucht werden, sowie der Handel mit Drittstaaten von den EUDR-Vorgaben befreit werden. Für den Warenverkehr zwischen Französisch-Guayana und der übrigen EU sollen die Sorgfaltspflichten hingegen weiterhin gelten. 

Die Kommission begründet die geplante Ausnahme unter anderem mit Schwierigkeiten bei der Kontrolle der Grenzen zu Brasilien und Suriname sowie der Sicherstellung der regionalen Versorgung. Der Vorschlag ist noch nicht beschlossen.