Mit Aufschlägen von 10 €/t atro sind Preise unter 90 €/t atro ab Waldstraße im 2. Quartal die Ausnahme. Vielfach haben Holzwerkstoffhersteller nachgezogen und ihre Preise ebenfalls angehoben. Nur im Westen versucht ein Plattenwerk, seine Preise bei rund 85 €/t atro zu halten.
Erhöhungen von bis zu 15 €/t atro gibt es beim Schleifholz. Papierfabriken und Zellstoffwerke zahlen bis Ende Juni mindestens 100 €/t atro. Der Schwerpunkt der Abschlüsse liegt bei rund 110 €/t atro ab Waldstraße. Einige Zellstoffwerke haben ihren bis 31. März befristeten Einkauf von Schleifholz verlängert und übernehmen dieses Sortiment nun auch im 2. Quartal.
Niedrige Werkslager
Die Preiserhöhungen für Standardverträge hatte sich bereits im Februar und März abgezeichnet. Deckungskäufe, Mobilisierungsaktionen und die Übernahme kompletter Hiebe inklusive Sägerundholz haben im 1. Quartal dazu geführt, dass das Preisniveau außerhalb der Rahmenverträge deutlich gestiegen ist. Die Spitzenpreise lagen Anfang April bei bis zu 150 €/t atro ab Waldstraße. Zwischenzeitlich werden jedoch Unstimmigkeiten zwischen Waldbesitzern, Waldverbänden und Einkaufsorganisationen bekannt. Deshalb rechnen Marktteilnehmer damit, dass die Übernahme kompletter Hiebe nicht mehr im bisherigen Umfang weitergeführt wird.